Wenn ein Mensch zuhause verstirbt

Manchmal kommt dieser Moment völlig unerwartet.

Manchmal war schon länger klar, dass ein Mensch zuhause sterben wird.

Und trotzdem kann die Situation, wenn sie tatsächlich eintritt, überwältigend sein.

Ihr müsst jetzt nicht den gesamten weiteren Weg kennen.

Wir schauen zunächst nur darauf, was als Nächstes wichtig ist.

ZUERST MUSS EIN ARZT KOMMEN

Wenn ein Mensch zuhause verstorben ist, muss ein Arzt den Tod feststellen und die notwendigen ärztlichen Unterlagen ausstellen.

Wenn der Tod erwartet wurde, könnt ihr euch in der Regel an den behandelnden Hausarzt oder außerhalb der Sprechzeiten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden.

Ist ein Mensch plötzlich verstorben und die Situation unklar oder handelt es sich um einen medizinischen Notfall, verständigt bitte den Rettungsdienst.

Erst wenn die notwendigen ärztlichen Unterlagen vorliegen, dürfen wir euren verstorbenen Menschen abholen.

IHR DÜRFT MICH TROTZDEM SCHON ANRUFEN

Das ist mir wichtig.

Ihr müsst nicht warten, bis alles erledigt ist, bevor ihr euch bei mir meldet.

Ruft mich gerne schon vorher an.

Manchmal genügt es, wenn wir miteinander telefonieren und ich euch erkläre, was als Nächstes passiert.

Und manchmal merke ich im Gespräch, dass gerade mehr gebraucht wird.

Dann komme ich auch zu euch, bevor es überhaupt um die Abholung geht.

Nicht mit einer langen Liste an Entscheidungen.

Sondern erst einmal, um da zu sein, mit euch zu sprechen und gemeinsam auf die Situation zu schauen.

Wir müssen jetzt nicht alles besprechen.
Nur den nächsten Schritt.

WENN ICH ZU EUCH KOMME

Wenn ich euer Zuhause betrete, geht mein erster Weg nicht automatisch zur Trage.

Zuerst komme ich zu euch.

Wir sprechen miteinander und ich erkläre euch, was jetzt passieren wird.

Und natürlich möchte ich auch den Menschen begrüßen, für den ihr mich gerufen habt.

Ich schaue mir in Ruhe die Situation an und dann entscheiden wir gemeinsam, wie es weitergeht.

Es gibt keinen Grund, einen Abschied unnötig zu beschleunigen.

ZEIT ZUHAUSE

Vielleicht möchtet ihr noch Zeit mit eurem verstorbenen Menschen verbringen.

Vielleicht sollen Kinder, Familie, Freunde oder Nachbarn noch kommen können.

Vielleicht möchtet ihr gemeinsam erzählen, schweigen, Musik hören oder einfach nur da sein.

Diese Zeit kann ein wichtiger Teil des Abschieds sein.

Ich gebe euch gerne Impulse, wie ihr sie gestalten könnt.

Ihr müsst daraus aber nichts Besonderes machen.

Manchmal ist Zusammensein schon genug.

DIE LETZTE FÜRSORGE

Wenn ihr möchtet, kann bereits bei euch zuhause die letzte Fürsorge stattfinden.

Und auch dabei dürft ihr entscheiden, was sich für euch richtig anfühlt.

Vielleicht möchtet ihr dabei sein.

Vielleicht möchtet ihr mithelfen.

Vielleicht möchtet ihr euren Menschen selbst waschen, eincremen, ankleiden oder etwas ganz Persönliches tun.

Oder ihr möchtet, dass wir uns darum kümmern.

Alles davon ist möglich. Nichts davon ist ein Muss.

IHR DÜRFT EUCH ZEIT NEHMEN

Ein verstorbener Mensch darf bis zu 36 Stunden zuhause bleiben.

Das wissen viele Angehörige nicht.

Ihr müsst euch also nicht sofort verabschieden, nur weil ein Mensch gestorben ist.

Vielleicht möchtet ihr noch gemeinsam Zeit verbringen. Vielleicht sollen Familienmitglieder oder Freunde noch kommen. Vielleicht braucht ihr einfach ein paar Stunden, bevor sich der nächste Schritt richtig anfühlt.

Wie viel Zeit möglich und auch sinnvoll ist, schauen wir uns gemeinsam vor Ort an.

DIE ABHOLUNG

Für Hausabholungen nutzen wir unser Roll-In-System.

Damit können wir euren verstorbenen Menschen auch aus Räumen abholen, die mit einer gewöhnlichen Trage nur schwer zugänglich wären.

Das System ermöglicht uns auch bei engen oder steilen Treppen einen sicheren und respektvollen Transport.

Die Trage verfügt über Sicherheitsgurte und wird während der Abholung blickgeschützt umhüllt.

UND IHR?

Auch bei der Abholung gibt es kein vorgeschriebenes Verhalten für euch.

Ihr dürft dabei sein.

Ihr dürft euch vorher verabschieden.

Ihr dürft euren Menschen noch einmal berühren.

Ihr dürft mit zur Tür kommen.

Und wenn ihr bei der eigentlichen Abholung lieber nicht dabei sein möchtet, ist auch das vollkommen in Ordnung.

Wir besprechen vorher miteinander, was passiert.

Damit ihr selbst entscheiden könnt, was sich für euch richtig anfühlt.

Eine kleine Hilfe für die nächsten Schritte

Vielleicht möchtet ihr gerade etwas zur Hand haben, an dem ihr euch orientieren könnt.

In unserer Checkliste findet ihr Dinge und Unterlagen, die ihr in den nächsten Tagen vielleicht brauchen könnt.

Nicht alles muss sofort erledigt oder zusammengesucht werden.

Die Liste soll euch helfen – nicht unter Druck setzen.

Ruft mich gerne an

Festnetz: 07826 7773898

Mobil: 0171 355 89 14

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